Schöner, größer, flacher – Flachbild-Fernseher sind auch auf dieser IFA die Stars. Das neue Zauberwort auf der Messe: Smart-TV.
Apple und Co. haben mit ihren Rechnern und Tablets mittlerweile Teile des Wohnzimmers besetzt. Jetzt sollen „schlaue Fernseher“ den Wohnraum zurückerobern.
Denn Smart-TVs docken an das Internet an und können vieles, was bislang nur Multimedia-PCs vorbehalten war – aber viel einfacher!
Internet
Zum Surfen haben Smart-TVs schon einen Browser mit dabei. Doch das ist nicht alles: Sie können auch Mails verschicken und Skype-Gespräche vermitteln.
Gesteuert wird mit Fernbedienung oder Maus und Tastatur. Manche Hersteller bieten aber auch Smartphone-Apps an, die das Handy in eine Fernbedienung verwandeln.
Apps
Smart-TVs können wie Smartphones mit Apps erweitert werden. Allerdings sind die Programme der verschiedenen Hersteller nicht kompatibel zueinander. Jede Firma hat deshalb ihren eigenen App-Store.
Bislang gibt es für die Smart-TVs eine Auswahl von einigen Hundert Programmen – unter anderem auch Spiele.
Social Media
Während man gemütlich seine Krimiserie schaut, kann man sich die neuesten Facebook-, Twitter-, oder Google+-Nachrichten anzeigen lassen. Viele Smart-TVs haben außerdem Apps für Flickr, YouTube und Picasa.
Selbst wenn mal nichts im Fernsehen läuft, kann man sich so mit Netz-Video unterhalten oder die neuesten Urlaubs-Fotoalben seiner Freunde betrachten.
Information
Beim Smart-TV muss man nicht mehr auf die Tagesschau warten: Nachrichten, Wetter und Programm-Infos gibt es zu jeder Zeit auf Knopfdruck.
Bei wichtigen News unterbrechen sogar einige Smart-TVs auf Wunsch das laufende Programm.
Multimedia
Sendungen lassen sich im laufenden Betrieb vor- und zurückspulen und natürlich mitschneiden – ein neuer Standard namens HbbTV macht es möglich.
Auch Filme, Musik und Fotos vom Heim-PC, Handy oder Tablet lassen sich per Funk auf den Smart-TVs abspielen.
Wem das nicht reicht, bedient sich im Online-Shop des Fernsehers: Dort leiht oder kauft man Filme und Musik. Der Gang zur Videothek bleibt erspart.
Smart-TVs als Hacker-Angriffsziel
Mit dem Segen kommt ein Fluch: Genau wie PCs können Smart TVs auch von Hackern ins Visier genommen werden!
Über fingierte Webseiten und Apps könnten Gauner Kreditkarten-Daten abgreifen oder sogar Cyber-Angriffe starten.
Deshalb gilt das gleiche wie beim PC: Sensible Daten schützen und den Zugang einschränken!
Trotzdem dürfte das den Erfolg der smarten Fernseher nicht bremsen: Nach einer Agentur-Prognose sollen bis zum Jahresende weltweit 25 Prozent aller TV-Geräte einen Internet-Anschluss besitzen.

Alles in einer Hand: Smart-TVs können fast so viel wie ein PC – lassen sich aber einfacher bedienen
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